DTM News
Keine Verschnaufpause in Brands Hatch
08 Juni 2007Die kürzeste Rennstrecke im DTM-Kalender ist zugleich eine der härtesten und anspruchvollsten: Gerade einmal 1,929 km misst der Kurs im englischen Brands Hatch, doch die haben es in sich. 82 Mal müssen die DTM-Teams von Audi und Mercedes-Benz eine Aneinanderreihung von Rechtskurven passieren.
Nur eine einzige Linkskurve weist die Strecke auf und kaum gerade Passagen. Selbst die "Start-Ziel-Gerade" ist eigentlich eine lang gezogene Rechtskurve. Keine Erholung also für die Rennreifen, die Dunlop exklusiv für die DTM zur Verfügung stellt.
"Grundsätzlich ist jede Kurve eine Belastung für den Reifen, dort ist die Reibung am stärksten", erläutert Michael Bellmann, der Technische Leiter des Dunlop-Renndienstes. "Auf den geraden Streckenabschnitten können die Reifen sich normalerweise wieder ein wenig abkühlen. In Brands Hatch fehlen diese Erholungsphasen aber fast völlig, so dass der DTM-Reifen Dauerstress ausgesetzt ist."
Damit ist Brands Hatch die erste echte Bewährungsprobe für die Anfang 2007 überarbeitete DTM-Spezifikation des Dunlop SP Sport Maxx. Bei den ersten DTM-Läufen in Hockenheim, Oschersleben und der Lausitz boten die Strecken ein ausgewogenes Verhältnis von Geraden, Rechts- und Linkskurven. "Außerdem ist die so genannte Texturtiefe der Strecke - also sozusagen der Unterschied zwischen "Bergen" und "Tälern" in der Asphaltdecke - in Großbritannien traditionell ausgeprägter als auf dem Festland", so Bellmann. Kein Wunder - müssen die Briten doch häufiger mit Niederschlag rechnen als etwa in der Lausitz, die zu den sonnenreichsten Regionen Deutschlands gehört. Dafür sind Strecken, die schon in der Asphaltschicht für eine optimale Wasserableitung sorgen, natürlich ideal. Doch im Trockenen ist dieser Asphalttypus besonders aggressiv zum Reifen. Trotz der für 2007 überarbeiteten Laufflächenmischung der Dunlop-Spezialreifen für die DTM ergibt der Mix aus rauem Asphaltband und kurvigem Streckenlayout eine große Herausforderung für die Pneus. "Die Aufgabe der Dunlop-Entwickler war es vor der Saison, eine Reifenspezifikation zu definieren, die auch diese Ansprüche optimal meistert", weiß Michael Bellmann. "So nutzen wir in Brands Hatch genau die Performance-Reserven, die auf den meisten anderen Rennstrecken gar nicht benötigt werden."
Zugleich dürfte auch die Taktik der Teams anders ausgelegt werden. Denn die Strecke ist extrem kurz, so dass im Qualifying die schnellste Runde nicht unbedingt die erste gezeitete Runde sein muss. Michael Bellmann: "In Brands Hatch dürfte es schon durch die kürze des Kurses möglich sein, den Reifen über mehr als eine Runde mit optimaler Performance zu fahren. Trotz der anspruchsvollen Streckenführung und Fahrbahnoberfläche sind schon im vergangenen Jahr einige Fahrer ihre schnellste Zeit in der zweiten oder gar dritten Runde gefahren. Diese Tendenz wird sich 2007 sicher verstärken, was das Training noch einmal spannender machen dürfte." Allerdings muss das Fahrzeug dazu perfekt ausbalanciert sein. Da die stärkste Reifenbelastung an der Innenschulter des rechten Hinterreifens und an der Außenseite des linken Vorderreifens liegt, müssen die Ingenieure der Teams besonders eng mit den Dunlop-Technikern zusammenarbeiten, um eine möglichst gleichmäßige Belastung aller Pneus zu erzielen. "Mit asymmetrischen Set-up-Varianten versuchen die Teams den Ausgleich für die extrem anspruchsvolle Streckenführung zu finden", beschreibt der Dunlop-Renndienstleiter. "Wir unterstützen diesen Prozess mit unseren Daten und Erfahrungswerten - das ist in Brands Hatch besonders wichtig."
Weitere News
- 12 Okt
- 11 Okt
- 10 Okt
- 09 Okt
- 08 Okt
- 07 Okt
- 06 Okt
- 05 Okt
- 04 Okt
- 03 Okt
- 02 Okt
- 01 Okt
- 30 Sep
- 29 Sep
- 26 Sep
- 25 Sep
- 24 Sep
- 23 Sep
- 22 Sep
- 21 Sep
Startseite